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Nordheim bettete ſie ſanft auf den Divan und öffnete das Fenſter; die hereindringende friſche Luft gab der Lady bald ihre Beſinnung wieder.
Sie ſchlug die Augen auf, und Nordheim die Hand reichend, ſagte ſie:„Wüßten Sie, wie furcht⸗ bar ich gelitten unter dieſer Laſt des Schweigens, wie dies Geheimniß, von dem ich zu keinem Men⸗ ſchen reden konnte und durfte, mir faſt das Herz abgedrückt und mich zur Verzweiflung getrieben hat, Sie würden begreifen, wie mich Ihre Worte ſo tief erſchüttern konnten. Es iſt mir, als wäre mein Unglück ſchon halb beſiegt, nun, da ich Je⸗ mand habe, zu dem ich klagen darf. Dies iſt ja das Entſetzliche meiner Qual, daß ich ſie vor ihm, dem meine ganze Seele gehört, vor meinem Ge⸗ mahl verbergen muß, und ihn nicht darf ahnen laſſen, warum ich leide.“.
„Und nun helfen Sie, rathen Sie,“ fuhr ſie
heftiger fort,„ſagen Sie mir ein Mittel, dieſen Furchtbaren, bei deſſen Erwähnung ſchon ich er⸗ zittere, zu erweichen und zu zähmen in ſeinem wilden Zorn.“ „Das blutdürſtige Thier entflieht vor dem Schein des Feuers,“ antwortete Nordheim;„dieſer iſt nicht beſſer, als ein Thier, und vor dem Glanz des Goldes wird ſeine Wuth entfliehen.“
„Sie glauben?“ fragte Ellinor freudig. „O geben Sie ihm Alles, Alles, was ich be⸗ ſitze. Meine Güter, meine Juwelen, Alles will


