Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Wenn Euch meine alten Hände noch nützen kön⸗ nen, ſagte ſie, wohlan, dann gehe ich mit. Aber ver⸗ ſprich mir, Ralph, daß Du nicht fordern willt, ich ſolle nun die Hände ruhig in den Schooß legen in nichts⸗ thueriſcher Faulheit. So lange ich lebe, will ich arbei⸗ ten, denn nur, wenn ich in der Welt noch etwas nütze, kann ich die Welt noch lieben!

Als ſie wenige Wochen ſpäter in Hamburg das Schiff beſtiegen hatten, das ſie nach Amerika bringen ſollte, ſtanden ſie, Abſchied nehmend von der Heimath, lange noch auf dem Verdeck, bis die Ufer verſchwanden, und ringsum kein Land mehr zu erblicken war.

Die Vergangenheit iſt hinter uns verſchwunden, ſagte Ralph, Eva feſt umſchlingend, möge denn die Zu⸗ kunft uns Glück bringen und Heil! Sie wird es! ſagte Eva freudig, denn die Liebe begleitet uns aus der Vergangenheit in die Zukunft, und die Liebe iſt Gottes

Segen!

Mutter Anna aber zerdrückte ſtill eine Thräne in ih⸗ ren Augen, und flüſterte: Mein Fritz, lebe wohl! Meine Gedanken wiſſen Dich nicht zu finden, und Du biſt mir verloren. Aber ein Mutterherz hört doch nicht auf zu lieben und zu hoffen!

Mutter Anna erlebte ein hohes, glückliches Alter, ſie ſah ſich umringt von blühenden Enkeln, ſah ihre Kinder glücklich und geehrt, ſah ſie thätig und zufrieden,