Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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ihrn ein Papier darreichend. Er iſt nach Italien ab⸗ gereiſt.

Ralph las das Blatt, und ſagte dann: er geht, weil er Dich liebt, und dankt Dir ſcheidend für die große Lehre, die Du ihm gegeben, für die Gewißheit, daß es noch Weiber giebt, deren reine Natur über alle Verfüh⸗ rung und Anfechtung erhaben iſt, die aus dem Inſtinct der Tugend ſtets das Rechte wählen, und ſich wohl verrirren, aber nicht fallen können. O, geliebteſte Eva, komm an mein Herz, Du edles, ſchönes Weib!

Er drückte ſie feſt an ſich, und Eva weinte Thrä⸗ nen der reinſten Freude.

Dann kam Mutter Anna, und Ralph ſagte: Du kommſt zu ernſten Verhandlungen, theuerſte Mutter. Ich habe Eva vorgeſchlagen, ob wir hier bleiben, und von unſerm Gelde leben, oder nach Amerika gehen, und dort Fabriken anlegen wollen. Eva ſoll entſcheiden.

Ja, Eva ſoll entſcheiden, ſagte Mutter Anna zu⸗ verſichtlich.

Nein, nicht hier wollen wir bleiben, ſagte Eva, nicht in Unthätigkeit und Müßiggang wollen wir leben. Denn der Müßiggang weckt die böſe Luſt und die Sünde im Herzen, und iſt, wie ein ſchönes Sprichwort ſagt, aller Laſter Anfang. In Thüätigkeit allein beruht das Glück, und ſie allein ſchafft Zufriedenheit. Laßt

uns) denn nach Amerika gehen. Da wollen wir Fa⸗ Eva. I1. Theil. 19