Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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gen zu koͤnnen, oder willſt Du, daß wir hier bleiben, und von unſerm Gelde leben. Denn jetzt, meine Eva, ſind wir wirklich reich, und können mit Gemächlichkeit von unſerm Gelde leben. Oder noch, fuhr er feierlich fort, noch ein Drittes habe ich Dir vorzuſchlagen! Iſt in Deinem Herzen eine andere Liebe, ſehnt es ſich nach dem Beſitz eines andern Herzens, als dem meinen, wohl⸗ an, ſo ſage es. Ich gebe Dich frei, und gehe allein in die Ferne, Dir zurücklaſſend Alles, was ich habe. Nicht

die Pflicht, Eva, ſoll Dich an mich binden, an der

Pflicht erkaltet das Glück, und die Treue iſt troſtlos und ertödtend, wenn nicht die Liebe ſie zu einer Nothwen⸗ digkeit und zum Leben ſchafft!

Eva ſah ihn mit großen, hellen Blicken an, und ſagte ruhig: ich liebe Dich aber, Ralph, und liebe Nie⸗ mand als Dich! Und wenn einſt mein Herz ſich ver⸗ irrte, ſo hat es ſich wieder gefunden zu Dir freiwillig und ohne Zwang. Das möge Dir beweiſen, daß meine Liebe zu Dir nimmer erloſchen, daß nur ein Wahn, eine Krankheit ſie getrübt hatte. Jetzt aber bin ich geneſen, Raph, und wie die Geſunden ſchnell ihre Krankheit und ihr Leiden vergeſſen, ſo gedenke auch ich nicht mehr die⸗ ſer Herzenskrankheit, die weit hinter mir liegt!

Und Victor? fragte Ralph leiſe, denn es war das erſte Mal, daß er vor Eva ſeinen Namen nannte. Geſtern bekam ich dies Billet von ihm, ſagte Eva,