Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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weine nicht! Gehen Sie, denn ich haſſe Sie, und Ihr Anblick zieht mein Herz zuſammen in Haß und Grimm.

Und warum iſt es, daß Sie mich haſſen? fragte Eva mild.

Sie allein ſind Schuld an dem Tode meines Soh⸗ nes, rief die Graͤfin heftig, Sie allein!

Eva ſagte ernſt: Gräfin, Sie wiſſen, daß dem nicht ſo iſt! Und wenn Udo die Schuld einer Andern büßt, ſo war doch hierbei nicht ich die Schuldige!

Und wer denn? rief die Gräfin. Was wollen Sie mit dieſen Worten ſagen?

Ich will damit ſagen, erwiderte Eva, die Hand auf Udo's kalte Stirne legend, ich will damit ſagen, daß die⸗ ſer Todte unſchuldig war an ſeinem Tode, und daß nicht in ſeiner Seele Mordgedanken wohnten!

Die beiden Frauen blickten ſich lange einander an, und Gräfin Jelſa fühlte, daß Eva ſie verſtanden habe. Dies aber vermehrte nur noch ihren Haß und Grimm gegen ſie, und ſie ſagte finſter: dennoch ſind Sie ſchuld an ſeinem Tode, denn Udo liebte Sie!

Und Gräfin Jelſa wünſchte, daß ich ſein Weib werde! flüſterte Eva.

Nun wohl, ſagte die Gräfin, wenn Sie es denn wiſſen, ja, ich wünſchte dies. Aber denken Sie nicht, daß ich Sie liebte, als ich dies wünſchte, denken Sie nicht, daß es geſchah, um die thörichten Wünſche dieſes