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mit himmliſcher, ſtarker und entſagender Liebe gleich einem Schutzgeiſt über mir gewacht und durch ſeinen Troſt mein Unglück gemildert, durch ſeine Liebe mein Leiden geſänftigt hat! O Carl, fuhr ſie fort, während beglückende Thränen der Rührung ihre Wangen netzten, konnteſt Du denken, mein Herz könne ſich von Dir ab⸗ wenden, der Du meines Lebens Retter warſt, von Dir, den, als ich verzweifelnd, ſinnlos meiner Vergangenheit entfloh, Gott in meinen Weg führte, damit mir durch Dich eine neue Zukunft begründet werde! O mein Ge⸗ liebter, Gott ſelbſt hat uns an einander gewieſen, und wer will zerreißen, was Gott verband.
Geliebter! Sie nennt mich ihren Geliebten! rief Carl mit dem Jauchzen der Freude,
Und wie willſt Du, daß ich Dich anders nenne, ſagte ſie erröthend, und ſich leiſe an ihn ſchmiegend, flü⸗ ſterte ſie: Carl, ich habe geſtern meinen Bruder begra⸗ ben, ich habe nun keinen Bruder mehr!
Und ich, Sophie, und ich?
Du, flüſterte ſie kaum hörbar, Du biſt nicht mein Bruder, denn ich liebe Dich, Carl, ich liebe Dich mit vooller, ganzer Seele, und ich will Dich nicht meinen Bruder, ſondern meinen Geliebten, meinen Gatten nen⸗ nen!


