Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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O mein Gott! mein Gott! ſchrie Carl im Ueber⸗ maß des Glückes, und hob ſeine Arme gen Himmel, als wolle er Gott zum Zeugen anrufen ſeines Glückes. Mehr ſagte er nicht! Aber ſie barg, weinend vor tiefem, hei⸗ ligem Glück, ihr Haupt an ſeiner Bruſt, und flüſterte wieder: ich liebe Dich!

Ein einziger Schrei der Freude, des Entzückens tönte von ſeinen Lippen, dann ſchlang er ſeine Arme um die Geliebte, und drückte ſie feſt, feſt an ſein Herz. Seine Augen waren nach oben gerichtet, und ſeine zit⸗ ternden Lippen bewegten ſich wie im Gebet.

Es iſt alſo wahr, Du liebſt mich alſo! ſagte er dann, wie zweifelnd an dem Unerhörten, Köſtlichen.

Sie richtete ihr Haupt empor, und ſah ihn mit ſtrahlenden Blicken an: Carl, ich liebe nur Dich, und nichts mehr ſoll uns hienieden trennen! Ach, aber mein ganzes Leben wird zu arm ſein Dir zu lohnen, was Du für mich gethan und gelitten!

Aber wie, ſagte Carl, die reiche Sophie Blitz wählt mich, den armen, niedern Carl?

Nicht Du biſt arm, ſondern ich, ſagte ſie mit hol⸗ dem Lächeln, und vor ihm niederknieend legte ſie ein Papier zu ſeinen Füßen nieder. Sophie hat gar nichts, gar kein Eigenthum mhe Alles was ich bin und habe iſt Dein.

Carl nahm das Papier, und las. Es war eine