Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Erſt einmal hatte er Sophie geſehen, denn nur zur Be⸗ erdigung ihres Bruders war er hingegangen, und hatte einige flüchtige Worte mit ihr gewechſelt.

Und ſie bat mich nicht einmal wieder zu kommen, ſagte er dumpf vor ſich hin, ſie hatte kaum einen freund⸗ lichen Blick für mich, und reichte mir nur ganz flüchtig die Hand! O mein Gott, wie traurig iſt doch dies Leben!

So ging er troſtlos die hohen Treppen hinauf zu ſeiner Stube, und fand zu ſeiner Verwunderung die Thüre offen. Wie erſtaunte er aber, als er, haſtig eintretend, Sophie, einfach gekleidet, und wie ſonſt mit einer Näh⸗ arbeit beſchäftiget, an ihrem kleinen Tiſchchen ſitzen ſah.

Sophie, Du hier? rief er jauchzend ihr entgegen.

Und wo ſollte ich ſonſt ſein, ſagte ſie mit einem glücklichen Lächeln, wo ſollte ich ſonſt ſein, als bei Dir? Ich habe ja auf der Welt Niemand als Dich, und wenn Du es verſchmähſt zu mir zu kommen, nun da komme ich zu Dir!

Ich dachte, ſagte Carl ſtotternd, ich glaubte Du ſeieſt beſchäftigt, Du

Du dachteſt, ſagte ſie ernſt, Sophie könne nun, da ſie reich geworden, Den vergeſſen, der ſich ihrer erbarmt, da ſie arm war und von aller Welt verlaſſen. Der