Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Der Commiſſarius, der ſie begleitet hatte, war in⸗ deß bereitwillig fortgeeilt, einen Juſtizbeamten zu holen, mit dem Sophie die nöthigen geſchäftlichen Angelegen⸗ heiten beſprechen könnte, und kehrte jetzt mit dieſem zu⸗ rück. Der Tag verging mit Anordnungen und Geſchäf⸗ ten, und als Carl ſpät am Abend ſich anſchickte in ſeine Wohnung zurück zu kehren, ſagte Sophie: jetzt darf ich Dich nicht mehr begleiten, mein Bruder, denn das Auge der Welt hat uns nun wieder aufgefunden, und wir müſſen uns nun den Formen der Welt fügen!

Ja wohl, ſagte Carl barſch, und verließ ſie eiligſt damit ſie ſeine Thränen nicht ſehen ſollte.

Nun habe ich ſie verloren, ſagte er verzweiflungs⸗ voll, als er ſeine Wohnung erreicht hatte, und mit troſt⸗ loſen Blicken umher ſchaute in dem Zimmer, das ihre holde Nähe ſonſt verſchönt und geheiligt hatte. Ja, nun habe ich ſie für immer verloren! Denn ſie iſt reich ge⸗ worden und bedarf meiner nicht mehr!

Die nächſten Tage vergingen ihm in troſtloſem, dumpfem Schmerze. Mechaniſch ging er Morgens zur Arbeit, aber in ſeiner Seele war Alles trübe und leer, und das Glück ſchien ihm nun, da Sophie wieder

reich geworden, auf ewig erſtorben.

So wankte er drei Tage nach jenem Creigniß Mit⸗

tags von der Arbeit heimkehrend ſeiner Wohnung zu.

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