Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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2⁵

ſterben, jetzt, da ich mein Herzblut hingeben möchte, zen da ich Dich wieder liebe,

Waren es die Thränen, die aus Eva's Augen uf Ralphs Geſicht niederſtrömten, oder waren es Evais Worte, die ihn wiedererweckten? Ralph ſchlug die Augen auf, und ein ſeliges Lächeln umſpielte ſeine Lip⸗ pen. Nun iſt Alles gut, ſagte er dann leiſe, nun ſterb ich gern. Denn Du wirſt um mich weinen.

Nein, nein, Ralph, ſchrie ſie, ihn feſt umklam⸗ mernd, nein, Du darfſt nicht ſterben! Sage nicht, daß Du es willſt! Sieh, Ralph, hier liege ich zu Deinen Füßen, ermanne Dich, ſage nicht, daß Du ſterben willſt. O mein Gott, ſtirb jetzt nicht, jetzt da meine Seele wie⸗ der erwacht iſt, jetzt, da ich wieder gelernt habe Dich zu lieben!

Ralph richtete ſich auf, und mit ungeheurer An⸗ ſtrengung ſeine Schmerzen überwindend ſagte er: es geht zu Ende, Eva! Lebe wohl! Ich habe Dich geliebt, Eva, wie hienieden Dich Niemand wieder lieben wird, ich habe Qualen, o und welche Qualen erlitten, als Dein Herz ſich von mir wandte. Ich verzeihe Dir Al⸗ les, Alles, denn ich liebe Dich noch. Höre aber jetzt, da ich ſterbe, das letzte Wort Deines treueſten Freun⸗ des! Wende Dein Herz ab von der Citelkeit der Welt, daß dieſe nicht Deine Seele verderbe. Du biſt ſchwach,

Eva, denn Du biſt eitel, lerne ſtark werden, und dieſen 17