Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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dem Glaſe! Nun erzählte ſie Ralph, was Udo ihr geſagt, und als Ralph lächelnd ſagte: Du glaubſt den Worten eines Blödſinnigen? Erwiederte Eva: es iſt immer Sinn in Udo's Worten, er lügt niemals.

Aber was ſollte die Gräfin für einen Zweck haben, mich zu vergiften?

O, ich kenne dieſen Zweck, ſie will, daß ich ihres Sohnes Frau werde. Aver Ralph, geliebter Ralph, wie iſt Dir? Du wirſt blaß? Wirklich, mir wird ſchwinde⸗ lig! ſagte Ralph rückwärts taumelnd.

Einen Arzt, ſchnell einen Arzt, kreiſchte Eva und riß an der Klingel, bis die Magd erſchien. Nimm einen Wagen, ſchnell, ſchnell zum Arzt, rief Eva ihr entgegen. Er muß ſogleich kommen, hörſt Du, ſogleich!

Die Magd rannte fort; die Angſt aber gab Eva Rieſenkräfte; ſie ſchleppte Ralph, der zuſammen geſunken war, in ſein anſtoßendes Schlafzimmer und legte ihn ſanft auf das Lager.

Wie iſt Dir, Ralph? ſagte ſie athemlos. Ralph, ſprich zu mir! Sieh mich an, Geliebter! O mein Gott, mein Gott, warum kann ich nicht für ihn ſterben!

Ralph, um Gottes Barmherzigkeit willen, blicke mich an, rief ſte, ihn krampfhaft umſchlingend. Einmal, nur einmal noch, ſchlage Deine Augen auf, einmal nur noch ſprich zu mir, ſage mir, daß Du mir verzeihſt, daß Du mich noch liebſt! O mein Gott! kannſt Du denn