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„ſahen Sie Ralph ſchon? Finden Sie nicht, daß er heute noch bleicher iſt und ſchwermüthiger als ſonſt?“
Aber es war nicht der Kummer allein, der Ralph ſo trübe und krank gemacht, es war auch die nie er⸗ mattende Anſtrengung, die er ſich auferlegt, die geiſtige
Aufregung, in der er ſich befand. Er hatte ſich eine Lebensfrage aus der Erfindung dieſer Maſchine gemacht, und er ſagte: gelingt mir dies, dann will ich glauben, daß noch Alles wieder gut werden kann und glücklich! Mißlingt es, dann werfe ich ein Leben von mir, das keinen Werth und keinen Nutzen mehr hat. Möge dann das Schickſal entſcheiden!
Spät noch am Abend deſſelbigen Tages, an wel⸗ chem Gräfin Jelſa ſo finſtere Mordgedanken gefaßt, ſtieg Ralph hinab in die leere Werkſtatt. Ein neuer Gedanke war ihm gekommen; Tage lang hatte er über die Stel⸗ lung und Conſtruction des einen wichtigen Rades in der Maſchine nachgeſonnen; jetzt auf einmal ſchien ihm alles
klar und deutlich, und er wollte nun ſogleich verſuchen,
ob ſich dieſe ihm neue Idee bewähre. Mit vor Erwar⸗ tung und Ungeduld zitternden Händen, athemlos vor innerer Aufregung ſtellte er nun nach dem neuen Plan ſeine Maſchine zuſammen, und ſiehe, Alles fügte ſich nun von ſelbſt in einander, die Felgen und Räder, die Zacken und Spitzen paßten und ſchlugen mit größter
Genauigkeit ein. Das Ziel war erreicht, die von Bernhard Eva. II. Theil. 17


