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der ſeinen Körper ertödte, zugleich die Liebe zu ihr in ſeinem Herzen ertödtet habe, und dieſe Gleichgültigkeit rief ihre Liebe und Theilnahme wieder wach. Eva war ganz Weib, Weib mit allen Schwächen und Mängeln, und das Weib in ihr empörte ſich gegen den Gedanken, verſchmäht zu werden von dem, der ſie einſt geliebt, auf⸗ gegeben zu ſein von einem Herzen, das einſt ſo heiß für ſie geklopft, und das Weib in ihr glühte, dies verlorne Herz wieder zu erobern. Aber nicht allein das coquette Weib, ſondern auch das edle, demüthige Weib in ihr ſtrebte nach dieſem Ziel. Eva bereute; ihres Gatten lei⸗ dende Geſtalt hatte ihr beſſeres Selbſt geweckt, ihr Ge⸗ wiſſen wach gerufen, und die Reue zeigte ihr den Gat⸗ ten in einem verſchönernden, verklärenden Licht; ihre bit⸗ tern Thränen der Reue legte ſie als einen Kranz von Perlen auf ſein Haupt, und ſah unter demſelben ſein Antlitz leuchten, wie umgeben von einer Glorie. Alle Erinnerungen früherer Tage erwachten nun in ihr, Ralphs Worte lebten wieder auf in ihrem Gedächtniſſe, alle ſeine Liebe, alle die großmüthigen Opfer, die er ihrem Stolze, ihrer Eitelkeit gebracht, rief ſie nun mit tief bewegtem Herzen ſich zurück, und klagte ſich ſelbſt der Undankbar⸗ keit und der Sünde an.— Oft ſaß ſie Stunden lang ſchweigend und in ſich gekehrt da, und wenn Victor kam 1 und nach dem Grund ihres Trübſinns forſchte, hörte ſie oft gar nicht, was er geſagt, und fragte nur angſtvoll:


