Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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iſt der Verhaftsbefehl, wohl unterſchrieben und geſiegelt. Eine Feſtungsſtrafe von mehreren Jahren erwartet Sie, denn es wird leicht ſein, Ihnen zu beweiſen, daß Sie nicht bloß aus Eitelkeit, ſondern zu betrügeriſchen Zwe⸗ cken ſich des Adels angemaßt, und deshalb wird Ihre Strafe härter ſein. Ich zunnte Sie alſo den Gerichten überliefern. Aber meine erlauchte Verlobte, die Fürſtin Laſchuska—

Bonaventura zuckte zuſammen, und ſeufzte tief. Der Fürſt bemerkte es und fuhr lächelnd fort: meine erlauchte Verlobte wünſcht nicht, daß ein Mann, der die Ehre hatte in ihrer Geſellſchaft geweſen zu ſein, öf⸗ fentlich vom Gericht als Betrüger geſtempelt werde. Sie will nicht, daß ein Mann, der als Gaſt an ihrer Tafel ſaß, aus ihrem Hauſe wegen eines entehrenden Verbrechens in das Gefängniß geführt werde. Auch ha⸗ ben wir Mitleid mit Ihrer Jugend, Ihrer Citelkeit, Mit⸗ leid mit Ihrer wirklich poetiſchen Begabung. Deshalb bieten wir Ihnen zwei Auswege an, um der öffentlichen Schande zu entgehen. Hier, ſagte der Fürſt, ein Piſtol aus ſeinem Buſen ziehend, und es vor Bonaventura hin⸗ legend, hier dieſe Waffe iſt geladen. Ihre Ehre iſt zer⸗ treten, einem Manne von Ehre bleibt da nichts übrig als der Tod. Denken Sie aber in dieſem Punkte nicht

ſo ſchwierig, ſo ſind hier jene dreihundert Louisd'or, um

die wir jüngſt mit einander ſpielten, die Fürſtin hat den⸗ 16**