Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Bonaventura ſprang auf in entſetzlicher Angſt. Er ſtürzte zu der Fürſtin hin, und vor ihr niederknieend und flehend ſeine Hände zu ihr erhebend ſtammelte er: beſchützen Sie mich!

Die Fürſtin ſtand auf, und wollte ſich von ihm wenden. Er klammerte ſich feſt an ihr Kleid: Für⸗ ſtin, nur dies nicht, ſchrie er mit Thränen der Angſt und des Entſetzens. Ich habe Strafe verdient, es iſt wahr. Nur dies nicht! entehren Sie mich nicht! Be⸗ denken Sie, Fürſtin, daß Sie mich mit Ihrer Gunſt be⸗ ehrten, daß ich Ihnen nahe ſtand! Um Ihrer eigenen Ehre willen, erlaſſen Sie mir dieſe entſetzliche Strafe!

Laſſen Sie Ihre Hände von meinem Kleide! befahl die Fürſtin ſtreng. Mir graut vor Ihrer Berührung!

Bonaventura gehorchte, und flehte unter ſtrömen⸗ den Thränen um Gnade und Mitleid.

Fürſtin Laſchuska aber vermochte es nicht, dieſen wiverlichen Anblick länger zu ertragen; ſie ſagte leiſe zu Rajienski: beenden Sie dieſe Seene, mein Freund! Dann verließ ſie den Saal.

Der Fürſt ſagte: Nun wohlan, weil Sie denn ſo gar große Angſt haben vor der Knute, ſo wollen wir Ihnen die hundert Schläge ſchenken unter der Bedingung, daß Sie knieend dieſe Knute küſſen und ſich als einen Betrüger anklagen, vorher aber eine ſchöne, begeiſterte Hymne an die Knute dichten!