Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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vereint ſehe zu gleichem Streben. Aber heilig ſoll uns dies erhabene Ziel ſein, in der Stille und Verſchwiegen⸗ heit unſerer Bruſt ſollen wir es wachſen laſſen und ge⸗ deihen, bis es, ein geharniſchter, kampfesdurſtiger Krie⸗ ger, vollendet da ſteht, des Sieges gewiß. Aber dem Heiligen ſoll man ſich nur ſchweigend nahen, und Ihr ſchreit es aus in alle Winde. Die Gottheit, zu der man mit hoffendem Herzen ehrfurchtsvoll beten ſoll, die habt ihr hinaus geſtoßen aus ihrem Tempel, und habt ſie zu einem Laternenpfahl gemacht, an dem jeder ſein Licht⸗ lein anzuzünden kommt, um ſich damit zu beleuchten und ſo iſt die Freiheit Euch eine Magd geworden, die Euch dienen muß zu Euren eigenen, ſelbſtſüchtigen Zwe⸗ cken; Ihr wollt nicht ſie verklären, ſondern ſie ſoll Euch mit einer Glorie umgeben, und indem ihr die Freiheit als Eure Herrin ausruft, wollt Ihr Euch zum Herrn ihrer machen, und ſie knechten zum niedern Dienſt Eu⸗ rer Selbſtſucht. Das aber iſt es, wodurch am meiſten dem großen, erhabenen Werk, für das wir Alle kämpfen und ſtreiten, geſchadet wird, daß es zerſprochen und zer⸗ nichtet wird, daß jeder Knabe ſich einen Fetzen von dem Purpurmantel der Freiheit abreißt, um ſich damit zu ſchmücken, und daß ſo die Pracht zernichtet und zerlumpt wird, und einher geht zum Geſpött unſerer Feinde und Gegner. O wer das Große und Erhabene begeiſtert und heilig erſtrebt, der hat nicht viel Zeit Worte zu