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gehen ſehen, eilte er mit hochklopfendem Herzen, voll freudiger Ungeduld zu Sophieen.„Er verdient es nicht, daß ſie ihn liebt,“ ſagte Carl entſchuldigend zu ſich ſelbſt, „und ich kann es nicht ruhig anſehen, wenn er ſie ſo rauh behandelt und ſo unfreundlich gegen ſie iſt.“ Heim⸗ lich aber mußte er ſich geſtehen, daß es ihm noch viel ſchwerer und beklemmender zu ſehen, wie Bonaventura freundlich und liebevoll gegen ſie ſei, und daß er lieber noch Sophieens ſchmerzbewegtes Antlitz, als ihr von Glück und Liebe verklärtes ſehen wolle.
Indeſſen trug Sophieens Fleiß, ihre große Ge⸗ ſchicklichkeit in weiblichen Arbeiten ihr gute Früchte, und bei ſorglicher Sparſamkeit, ſo wie durch den von Carl bewirkten Verkauf einiger überflüſſiger ſeidener Klei⸗ der war ſie in kurzer Zeit in den Stand geſetzt, einen längſt ſchon in ihr gereiften Plan zur Ausführung zu bringen.—
Als Bonaventura heute, verdrießlicher als je, von ſeinem Spaziergang zurückkehrte, legte Sophie mit ſtrah⸗ lenden Augen und erröthend vor Freude, eine kleine Rolle Geldes vor ihn hin, und als er mit mürriſchem Ton fragte, was dies bedeuten ſolle, ſagte ſie mit einem Lä⸗ cheln, von dem Niemand ahnen konnte, wie ſchwer es
ihr geworden: dies Geld ſoll Dir helfen, Dich aus die⸗ Eva. II. Theil. 4


