Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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daß während der Zeit irgend ein unberufener Freund ſtch hier einſtellt.

Oh, ſagte ſie mit einem glücklichen Lächeln, nun ſehe ich wohl, daß Du mich noch liebſt, denn Du biſt eiferſüchtig.

Bonaventura ſtand einen Augenblick erſtaunt und ſchweigend da, dann rief er verächtlich: Ich ſollte eifer⸗ ſüchtig ſein! Eiferſüchtig auf einen gemeinen Briefträger! Ich geſtehe, das iſt eine Ehre, vor der ich erröthe, auch nur einen Moment mit einem ſo gemeinen und niedri⸗ gen Menſchen paralleliſirt zu werden!

Aber wie wäre dies auch denkbar, Dich mit ihm zu paralleliſiren? ſagte Sophie ſchüchtern. Ich gewiß denke gar nicht daran.

Das hoffe und verlange ich auch, rief er mit ſpöt⸗ tiſchem Lachen. Uebrigens ſoll es mir höͤchſt gleichgültig ſein, wie viel oder wie wenig dieſer Monſieur Carl zu Dir kommt, vorausgeſetzt, daß er mir ſchwört, keinem Menſchen auf der Welt zu verrathen, daß er Dich hier geſehen. Gelobt er dies, nun dann mag er meinetwe⸗ gen kommen, wann er will, und Dich mit ſeiner geiſt⸗ vollen Unterhaltung erfreuen.

Seine Unterhaltung wird wohl mehr in Dienſtlei⸗ ſtungen, als in Worten beſtehen, ſagte Sophie ſanft, und erzählte Bonaventura dann, Carl's Bereitwilligkeit, ihr immer Arbeit zu holen und zu bringen.