Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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mit einem freudigen Lächeln entgegen. O endlich ein⸗ mal ein bekanntes Angeſicht, ſagte ſie, ihm die Hand hinreichend, o das thut wohl, das erquickt! Und ſehen Sie, ich wundere mich auch gar nicht, daß Sie da ſind, denn ich erwartete Sie eigentlich alle Tage!

Mein Gott, ſagte er ganz überwältigt, und ſie mit ſeligen Blicken anſchauend, mein Gott, Sie dachten alſo an mich! Sie haben den armen Carl nicht vergeſſen! O mein Gott, wodurch verdiene ich denn ſolches Glück?

Sophie ſagte mit einem matten Lächeln: iſt es denn nicht natürlich, daß man ſich des einzigen Freun⸗ des erinnert, den man auf Erden hat? Waren Sie doch der Vertraute unſerer Liebe, und wir Beide, glaube ich, haben keinen andern Freund, als Sie allein.

Ich darf alſo Ihr Freund ſein, ſagte er, wie be⸗ täubt von ſo viel Glück, der arme Carl darf der Freund ſein der ſchönen, vornehmen Sophie Blitz!

Ich bin, gelobt ſei Gott, nicht mehr vornehm, ſagte ſie mit einem ſanften Lächeln, dieſer eitle Flitter⸗ ſtaat iſt abgeſtreift, und ich bin wieder, was ich war, die arme, niedrig geborne Sophie. Wiſſen Sie noch, Carl, als wir in Potsdam wohnten, Beide ſo arm, beide ſo unglücklich? Ach, und es war doch eine ſchöne Zeit! Wir hatten unſere Mütter, für die wir arbeiten, für die wir ſorgen konnten! O, ſagte ſie, plötzlich in Thränen ausbrechend, wie wohl iſt mir, daß ich Sie

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