Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Ruf nicht mehr leiden kann, erſt dann zeige ich Dich meiner Schweſter und meinem Schwager!

Sophie warf ſich mit Thränen der Rührung an ſeine Bruſt. O mein edler, mein hochherziger Geliebter, rief ſte mit entzücktem Ton, wie danke ich Dir für dieſe zarte Schonung und Sorgfalt!

Bonaventura drückte ſie feſt an ſein Herz und be⸗ deckte ihren Mund mit glühenden Küſſſen. Ach, es war vielleicht weniger die Liebe, die ihn ſo zärtlich machte, als das nagende Gewiſſen, das ihm vorwarf, das Weib verrathen zu haben, das ſo arglos und vertrauend in ſeinen Armen hing.

Aber ſolche Augenblicke des Glückes wurden im⸗

mer ſeltener, und die Noth immer dringender. Bona⸗

ventura entſchloß ſich endlich noch einmal zu Herrn Blitz zu gehen und ihn um ein Darlehn zu bitten. Es war umſonſt. Herr Blitz erklärte, vor dem angeſetzten Ter⸗ min nicht einen Heller geben zu wollen und zu können, und auch dann nur zu zahlen, wenn das Geheimniß auf das Strengſte bewahrt worden. Bei der geringſten Kunde aber, die ihm zu Ohren käme von der Verletzung dieſes Geheimniſſes, ſei ihr Contract gebrochen, und Bo⸗ naventura möge dann nur immerhin Sophie als ſeine

Geliebte aller Orten präſentiren. Herr Blitz war Men⸗

ſchenkenner genug, um zu wiſſen, daß Bonaventura durch ſolche anſcheinende Gleichgültigkeit gegen den Ausgang

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