Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Es iſt nichts mehr da, als Deine Brillantnadel!

Nun, das fehlte noch, rief er entrüſtet, daß ich auch die hingeben ſollte, dieſes letzte Stück, das mich an beſ⸗ ſere Zeiten erinnert. Nein, und müßte ich betteln gehen, dieſe Brillantnadel wird nicht verkauft!

Aber könnteſt Du nicht vielleicht Deinen Schwager Ralph um ein Darlehn erſuchen? fragte Sophie ſchüch⸗ tern. Er wird gewiß Mitleid haben mit unſerer Lage und Dir gern hülfreich ſein.

Als ob mein Schwager unſere Lage kennen, als ob er ahnen dürfte, daß Du bei mir biſt!

Und warum darf er dies nicht wiſſen? fragte So⸗ phie befremdet.

Weil ich geſchworen habe, es Niemand zu verra⸗ then!

Wem haſt Du das geſchworen? fragte ſie angſtvoll.

Schon trat das entſcheidende Wort auf Bonaven⸗ tura's Lippen, aber noch liebte er Sophie genug, um zu fürchten, ihr einen Schmerz zu bereiten. Er ſagte daher ſanfter, wie er ſonſt zu ſein pflegte: ich habe es mir ſelber gelobt, Sophie! Niemand ſoll ahnen, in wel⸗ cher traurigen und niederdrückenden Lage Du Arme hier leben mußt. Erſt wenn ich in vollem Triumph meines Glückes Dich der Welt als meine Gattin zeigen kann,

erſt dann, wenn Deine Ehre nicht mehr gefährdet iſt, Dein 3*