Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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zu denken. Aus einem nahen Speiſehauſe ließen ſie ſich ſpeiſen, und Bonaventura pflegte ſich jeden Morgen von der Speiſekarte die beſten, aber auch die theuerſten der vorhandenen Schüſſeln auszuwählen, und wenn Sophie dann, dieſe Ausgabe wieder gut zu machen, das Wohl⸗ feilſte, was auf der Karte zu finden war, für ſich er⸗ wählte, ſo ſagte Bonaventura verächtlich: mein Gott, wie kann man nur einen ſo gemeinen Geſchmack haben!

Indeſſen war Sophieens Kaſſe völlig erſchöpft, und nicht ohne Zagen und Bangen war es, daß ſie Bona⸗ ventura dies endlich geſtand.

Auch das noch! ſagte er mit dem Ausdruck der Verzweiflung. Es ſoll mir alſo keine Qual, keine Sorge erſpart werden! Ich ſoll den Kelch des Leidens bis auf die Hefe leeren, und den ganzen Jammer, die ganze Miſere dieſes Lebens erdulden! Mein Gott, es iſt aber doch unmöglich, daß das Geld ſchon zu Ende iſt! Ich habe mir ja die größten Entbehrungen, die härteſten Entſagungen auferlegt, es iſt unmöglich, daß es ſchon aufgezehrt iſt.

Und dennoch iſt es leider ſo! ſagte Sophie ſeufzend.

Dann macht es, weil Du nicht zu wirthſchaften und zu ſparen verſtehſt, rief er mit rauhem Ton, und lief heftig im Zimmer auf und ab. Und haſt Du gar nichts Ueberflüſſiges mehr, fragte er dann, nichts, was wir verkaufen könnten, keinen Ring, gar nichts mehr?