Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Ich dachte nicht an mich dabei, ſagte ſie ſanft, ſondern nur an Dich, und daß dann endlich alle dieſe Entbehrungen aufhören werden, die Du Dir um meinet⸗ willen auferlegen mußt!

Jetzt iſt ſie noch gar empfindlich, rief Bonaventura zornig mit dem Fuße ſtampfend. Warum wiederholſt Du mit ſolcher Bitterkeit meine Worte?

Ich wollte nicht bitter ſein, Bonaventura.

Um ſo ſchlimmer, wenn Du es unwillkührlich biſt.

Sophie ſeufzte und ſchwieg.

Gott, Gott, rief er, im Zimmer auf und nieder rennend, jetzt ſpielt ſie die Ergebene, die Sanfte! Mein Gott, ſo ſprich doch wenigſtens, ſchilt, zanke, thue, was Du willſt, nur um des Himmels willen, nicht dieſe af⸗ fectirte Sanftmuth und Milde. Du bringſt mich um, Du machſt mich wahnſinnig.

O mein Gott, ſagte ſie zitternd, was ſoll ich denn thun, um Dich zufrieden zu machen?

Nichts, ſchrie er wüthend und rannte im Zimmer auf und ab. Eine tiefe Stille trat ein, dann ſagte So⸗ phie, gewaltſam ihre Thränen unterdrückend: wäre es nicht gut, Bonaventura, wenn ich ſelbſt einmal zu mei⸗ nem Bruder ginge? Vielleicht läßt er ſich durch mein Bitten, mein Flehen erweichen, ſeine Einwilligung zu dieſer Verbindung zu geben.

Ach und dann weiter? fragte Bonaventura. Wo⸗