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genügt, ſo hoffe auf die Zukunft; ſie wird Dir gewiß Alles das geben, was Du ſo reichlich verdienſt, Glück, Ruhm und Anerkennung. O ich ſehe noch die Zeit kommen, wo alle Welt Dir entgegen jauchzt, wo Dein Name von Mund zu Munde geht, und Alles Dich preiſt und Dich erhebt! Denke an dieſe Zeit, mein Ge⸗ liebter, wenn Dir die jetzige dürftig ſcheint und leer!
Dieſe Liebe ohne Vorwurf und Empfindlichkeit aber machte dann einen tiefen Eindruck auf Bonaventura's beſſeres Ich, und er ſank vor ihr nieder, um mit tau⸗ ſend Liebesworten ihre Verzeihung zu erflehen für ſeine Härte und Rauheit; er konnte ſich ſelbſt dann hinein ſprechen in eine Exaltation, die ihn ſelber zu Thränen rührte, ach, und mit welchem Entzücken, mit welcher Dankbarkeit küßte Sophie dieſe Thränen von den Wan⸗ gen ihres Geliebten!
Aber ach! die Verſtimmung Bonaventura's nahm täglich zu, und die Verſöhnungen wurden ſeltener. Er ſehnte ſich täglich mehr hinaus in die Welt, er ſehnte ſich nach Zerſtreuung, nach Menſchen, vor denen er re⸗ den, die ihn bewundern könnten! Sophieens ewig ſich gleich bleibende, ewig anſtaunende und erhebende Liebe dünkte ihn bald ſo eintönig. Es war zu wenig Ab⸗ wechſelung in der Art und dem Ausdruck ihres Ent⸗ zückens, wenn er von ſeinen Gedichten ihr vorlas. Sie war immer nur begeiſtert und erfüllt davon,— aber


