Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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daß Dein Herz höher klopft in Liebe und Glück, und vor dieſer Ruhe fühle ich mein Herz ſtill ſtehen, und mein Blut zu Eis erſtarren. O Eva, ich habe Dich für immer verloren!

Er ächzte und ſtöhnte laut, und ſchauerlich tönten dieſe Trauerklänge wieder in dem leeren, ſtillen Hauſe.

Und während Ralph da drüben in der Stille ächzte und klagte, war ein reges, unruhiges Leben in der neuen eleganten Wohnung. Da ging Eva geſchäftig von Zim⸗ mer zu Zimmer, ihr zur Seite Gräſin Jelſa, und wie ſie hier prüften, ob der Tapezier auch die ſeidenen Vor⸗ hänge recht geſchmackvoll vor den hohen Fenſtern arran⸗ gire, ob die koſtbaren Meubles alle ihre paſſende und geſchmackvolle Stelle erhalten, ſagte Gräfin Jelſa: jetzt endlich, meine theuerſte Eva, fange ich an, über Ihr Schickſal ruhiger und zufriedener zu werden, denn jetzt endlich werden Sie in Räumen ſich bewegen, vie Ihrer würdig ſind. Es iſt wirklich eine ſehr wichtige Sache, in welchen Umgebungen man lebt, und wie eine feine gebildete Frau ſich leichter und bequemer fühlt in der ſchweren Atlasrobe, als in dem vielleicht viel bequemeren Anzug einer Bäuerin, ſo iſt ſie auch nur dann ganz à son aise, wenn alles andere, was ſie umgiebt, ganz die⸗ ſem Schönheitsſinne entſpricht, und ein geſchmackvolles, unfaſhionables Meuble kann und muß ſie verſtimmen. Hier aber, dieſer Salon läßt nichts zu wünſchen übrig,

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