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nur an ſein Glück zu denken, und keinen Wunſch zu he⸗ gen als dieſen? Wie Ralph das Alles jetzt dachte, da war es ihm als ſtänden alle dieſe vergangenen Tage und Stunden gleich Geiſtern um ihn her, und ſie flü⸗ ſterten und lachten, und grinzten ihn an mit ſpöttiſchem Lachen, und höhnten ihn um ſeines Glaubens und ſei⸗ ner Hoffnungen willen. Ralph lehnte ſich erſchöpft, kraft⸗ los zurück an die Mauer, ſein Haupt ſank hernieder auf die Bruſt, in der tauſend Schmerzen wühlten, und
leiſe ſagte er: ja lacht nur, lacht nur über den Thoren,
der meinte, dies ſchöne, herrliche Weib könne ihn lieben, ewig und immer, könne ſich genügen laſſen an dem ſtil⸗ len, beſcheidenen Glück, das er ihr bieten konnte! O es war ein Traum, aber er war doch ſo ſchön, und in die⸗ ſem Traume mindeſtens habe ich doch das reinſte und heiligſte Glück genoſſen! Sie hat mich doch geliebt, es gab doch einſt eine Zeit, wo ihr ganzes Herz mir ge⸗ hörte, wo ich ihre ganze Welt war, und wenn dieſe Zeit auch längſt vorüber gerauſcht und begraben iſt, ſo bleibt ſie doch mein und nichts kann mir die Erinne⸗ rung dieſer herrlichen Zeit entreißen! O Eva, nicht mehr meine Eva, rief er laut und ſchmerzvoll, Eva ich liebe Dich ja ſo heiß, ich kann ja nicht leben ohne Dich und dennoch biſt Du nicht mehr mein, und wenn ich die Arme öffne, Dich zu umfangen, ſo legſt Du Dich kalt und ſtolz in dieſe Arme, ohne mir zu lächeln, ohne


