Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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ſchenden, irren Blicke denen ihres Geliebten, ihres Bo⸗ naventura. Er hielt ſie in ſeinen Armen, er drückte ſie an ſeine Bruſt, er bedeckte ſie mit glühenden Küſſen. Er war da, an ihrer Seite, wie eine Erſcheinung des Himmels, zu dem ſie eben noch um ihn gefleht, war er plötzlich zu ihr getreten, und in ihrer ſchwärmeriſchen Aufgeregtheit glaubte ſie ihn nun wirklich vom Himmel zu ihrer Rettung geſandt. Sie klammerte ſich an ſeine Bruſt, ſie umſchlang ihn feſt mit ihren Armen und flehete nur: o erbarme Dich mein, o verlaß mich nicht, mein Geliebter! Sie wollen mich verkaufen und hin⸗ opfern für Gold und Titel. Ich aber kann nicht ohne Dich leben, nicht ohne Dich, der Du das Leben meines Lebens biſt. Gehe nicht von mir, Bonaventura, ſie ſchleppen mich zum Altar, wenn Du nicht bei mir biſt, ſie zwingen mich, dieſem entſetzlichen Grafen meine Hand zu geben!

Er drückte einen heißen Kuß auf dieſe flehenden Lippen, und ſagte nur: Komm mit mir!

Sie ſchreckte zuſammen und machte ſich ſanft los aus ſeinen Armen. Nein, ſagte ſie dann tief erröthend, nein, Bonaventura, wohin kann ich mit Dir gehen? Ich habe keine Heimath als dies Haus, und von hier

kann ich nur meinem Gatten folgen.

Du biſt mein, ſagte er faſt rauh, Du haſt mir geſchworen, mir treu zu ſein Dein Lebelang, willſt Du