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ſtand und horchte. Da hörte er hinter der entgegenge⸗ ſetzten Thüre, die zu Herrn Blitz führte, dieſen ſprechen. Er war alſo nicht in Sophieen's Zimmer. Leiſe öffnete er die Thür und trat ein. Alles nar ſtill bier, und von Niemand geſehen ſchlüpfte er hinter die langen, her⸗ abhängenden Fenſtergardinen. Endlich öffnete ſich wie⸗ der die Thür, und Sophie ſtürzte herein; ſie warf ſich nieder zur Erde und weinte und ſchluchzte laut. Dann hob ſie flehend ihre Arme gen Himmel, und rief: o mein Gott, mein Gott! Es iſt alſo keine Rettung mehr, keine!
Ich bin verkauft an dieſen Wüſtling, an dieſen Elenden!
Und morgen ſchon iſt der Tag, wo ich ihm meine Hand reichen ſoll, morgen ſchon ſoll ich die Seine werden, und ich kann ihm keine Kunde geben, ich kann ihn nicht ein⸗ mal ſehen, ihn, meinen Geliebten, meinen Bonaventura! O mein Gott, warum kann ich nicht ſterben zu dieſer Stunde, ſterben, da ich ihm noch treu bin, da ich noch nicht entweiht bin von den Umarmungen dieſes entſetz⸗ lichen Menſchen!
Sie bedeckte ihr Geſicht mit ihren Händen, und
weinte und ſchluchzte laut. Da legte ſich ein Arm um
ihre Geſtalt, und eine Stimme flüſterte in ihr Ohr:
meine Geliebte!— Sie ſchauerte in ſich zuſammen wie
vor einer Geiſtererſcheinung und einer Ohnmacht nahe vor Schreck und Ueberraſchung, ſchloß ſie die Augen. Als ſie ſie aber wieder aufſchlug, begegneten ihre for⸗
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