Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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erobern, die man dem Grafen bewahren wollte. Wol⸗ len wir aber auch zu ſeiner Rechtfertigung nicht vergeſ⸗ ſen, daß er ſelber ſich des Urſprunges dieſer Liebe nicht bewußt war, und daß, als er ſich ſchwur, ſich Sophieens Beſitz zu verſchaffen um jeden Preis, er ſelber an ſeine leidenſchaftliche Liebe für Sophie glaubte, und weder an die Zukunft, noch an ſeine eigene Armuth dachte.

Ich will, ich muß ſie mein nennen! niederholte er ſich nur immer und immer wieder, und als nun meh⸗ rere Tage vergangen waren, ohne daß er ſie geſehen, oder von ihr Kunde erhalten, denn auch Karl hatte der mißtrauiſche Herr Blitz den Eintritt zu Sophieen verwehrt, da ſann Bonaventura nur noch auf Mittel ſie zu ſehen, ſie zu ſprechen. Nun ſchlich er in der Dämmerung in das Haus, und zu ihrer Thür; Niemand bemerkte ihn; er aber kaunte jede Thür in dieſem Hauſe wohl. Er wußte, daß dieſe Thüre da in ein Entree⸗ zimmer führte, durch das man in Sophieens Gemach kam. Schnell ging er an's Werk, und auf die Gefahr hin von irgend einem Vorübergehenden für einen Dieb gehalten zu werden, verſuchte er an der verſchloſſenen Thür die mitgebrachten und von ihm ſo eben erſtande⸗ nen Dietriche, und o Freude, die Thür gab endlich nach, ſie flog auf, und geſtattete ihm den Eingang. Die zweite Thür war nur angelehnt. Es war Licht in ihrem Zim⸗

mer, war ſie allein, oder war ihr Bruder bei ihr? Er 17*