Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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von Ralph Geld zu empfangen, ja daß es für dieſen immer nur eine Ehre war, Geld zu borgen; auch hatte Bonaventura kein eigentliches Ehrgefühl, ſondern nur Stolz, und wo dieſer ſchweigen mußte, trat leicht eine brutale Unempfindlichkeit gegen die zarteren Sachen der Ehre an deſſen Stelle, oder der Egoismus übertäubte dieſe leiſen Regungen des Ehrgefühls. So war es auch anfangs nur Egoismus geweſen, der ihn getrieben, um Sophieens Liebe zu werben, um die Schweſter des reichen Herrn Blitz; als ſich aber ſeiner Werbung Hin⸗ derniſſe entgegenſtellten, als ſein Stolz verletzt, ſeine Ei⸗ telkeit gekränkt ward, da ſteigerte ſich der Wunſch, So⸗ phieen zu beſitzen bei Bonaventura zum leidenſchaftlich⸗ ſten Verlangen, und er fühlte nun für die ihm ver⸗ ſagte Schweſter des reichen Herrn Blitz die glühendſte, ver⸗ zehrendſte Liebe, eine Liebe, die ihn ſelbſt jedes eigennützi⸗ gen Wollens und Begehrens vergeſſen ließ, und nur nach dem Beſitz der Geliebten noch ſtrebte. Jetzt liebte er ſie wirklich ohne Nebengedanken, ohne Nebenwünſche, jetzt wollte er ſte beſitzen, nur um ihrer ſelbſt willen, aber es war nicht Sophieens Liebreiz, nicht ihre An⸗ muth und Güte, nicht ihre eigene, heiße, hingebende Liebe zu ihm, die ſo alle egoiſtiſchen Pläne in ihm erſtickte und zum Schweigen brachte, ſondern es war der empörte Stolz, der ihn trieb, nach dem zu trachten, was ihm verſagt ward, und für ſich mit kühner Hand die zu

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