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ſeltſamen Laune des Schickſals zufolge ſtrebten beide Kinder der Frau, der das Volk und die Arbeit das Hei⸗ ligſte und Ehrwürdigſte ſchien, ſtrebten dieſe beiden, in Niedrigkeit und Armuth gebornen Kinder, nach dem eit⸗ len Glanz der Welt, und dem nichtigen Tand der Ge⸗ ſellſchaft, ſchien es Beiden das allein wünſchenswerthe Ziel in dieſer Geſellſchaft eine bedeutende Stelle einzu⸗ nehmen. Und in dieſem Streben ward Bonaventura durch ein ihm wirklich inne wohnendes poetiſches Talent unterſtützt, durch einen ſcharfen Verſtand, der, wenn er nicht umnebelt ward von Eitelkeit, ihm ſtets das Rechte zeigte. Er fühlte, daß es an der Zeit ſei, politiſche Gedichte zu machen, und er machte ſie, und verſchaffte ſich dadurch eine Art Ruf, wenn auch dieſer nur vor⸗ übergehend ſein mochte. Er wußte, daß in unſerer Zeit nichts ſo ſehr geſchätzt wird, als das Geld, und er gab ſich geſchickt das Anſehen bedeutenden Reichthums; weil man ihn aber nun für begütert hielt, würde ſein Stolz ihn ſtets gehindert haben, irgend Jemand ſeine oft drü⸗ ckenden Geldverlegenheiten zu zeigen, oder ihn ahnen zu laſſen, wie viel er entbehre. Wenn er aber hierin eine Ausnahme machte mit Ralph, ſo geſchah dies, weil Ralph ja ſeine Verhältniſſe kannte, ſein Stolz alſo die⸗ ſem gegenüber ſchweigen mußte, und weil Bonaventura in ſeiner Eitelkeit ſeinen Schwager ſo tief und niedrig
unter ſich erblickte, daß es ihn gar nicht berühren konnte, Eva. I. Theil. 17


