Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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Mannes ausgebeutet werden zu ſo elenden egoiſtiſchen Zwecken, und wie ein Modewaarenlager betrachtet wer⸗ den, wo Jeder ſich einen Anzug kaufen kann, der ihm grade paßt und durch die Mode geheiligt iſt.

Ja, ja, Kleider machen Leute, ſagte Victor, und Worte machen Geſinnungen, oder gelten für Geſinnun⸗ gen, das iſt einmal der Lauf der Welt.

Was giebt es Erhabeneres und Edleres, fuhr Syl⸗ vius fort, was giebt es Heiligeres, als die Freiheit, die Freiheit des Wortes, des Gedankens, und ſo lange uns dieſe Freiheit freventlich entzogen und vorenthalten wird, ſo lange ſind wir nichts weiter, als geiſtige Eunuchen, von denen der wahre Mann ſich verachtend abwendet. Heißt es aber nicht Spott treiben mit unſerm Elend und unſerer tiefen Noth, die zu Gott ſchreit um Erbar⸗ men und Rettung, heißt es nicht Spott treiben mit un⸗ ſerer Schmach, wenn wir ſie fügen in wohlklingende Reime und tönende Verſe, und unſere eigene Schande zu einem Liedchen machen, das man nach der Melodie irgend eines beliebigen Gaſſenhauers abſingen kann, wäh⸗ rend man die Hände müßig in den Schooß legt, und wartet und wartet, bis zum jüngſten Tage? Mit auf⸗ rühreriſchen Liedern wird noch nichts geſchafft und ge⸗ than, und lieber als ſolches thatenloſe Singen iſt mir das Dhurnaſitzen der Indier, das doch bei allem Mü⸗ ßigſein eine entſchiedene That iſt. Ach wären wir bei