Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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nicht, ſondern dachte an Sie, und dankte Gott für Ihr Leben!

Sie ſollen nicht einſam ſein und verwaiſt, ſagte Eva hoch erröthend in tiefer innerer Bewegung, Sie ſollen nicht ſagen dürfen, daß Sie Niemand mehr be⸗ ſitzen, dem Sie vertrauen, auf den Sie bauen könnten. Ich will Ihre Schweſter ſein, Ihre treue, Sie ewig lie⸗ bende Schweſter, mir ſollen Sie vertrauen, auf mich ſollen Sie bauen können, ja, von dieſer Stunde an bin ich ſchon Ihre Schweſter!—

Sie, meine Schweſter? ſagte er mit einem ſeltſamen Ausdruck, und wie er ihre Hand ergriff und an ſeine Lippen drückte, verbarg er auch damit ein ſpöttiſches Lä⸗ cheln, das um dieſe Lippen zuckte. Ja, fuhr er dann in begeiſtertem Tone fort, ja, ſo ſoll es ſein, und das war es vielleicht, was mich am Sarge meiner Schwe⸗ ſter ſo freudig durchſchauerte, es war vielleicht die Ah⸗ nung, daß mir nur eine Schweſter geſtorben, um mir wieder geboren zu werden in Ihnen; Eva, in Ihnen! O nehmen Sie meinen Dank für dieſes herrliche Wort, was Sie geſprochen, nehmen Sie ihn auch für die Thräne, die jetzt in Ihren Augen glänzt, und dem ſchön⸗ ſten, heiligſten Mitleid entſpringt, nehmen Sie ihn für das Zittern dieſer Hand, die jetzt in der meinen ruht, 3 und die das Einzige iſt, was mich nun noch an das Leben bindet. Schweſter Eva, laß Dich von mir lie⸗