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nen ihre Augen wie gebannt von einem Zauber, ſo⸗ lange, ſo tief und forſchend, ſchauten ſie einander an.
Endlich, ſagte Eva leiſe, endlich ſind Sie wie⸗ der da!
Drei Tage, drei ewig lange Tage mußte ich fern ſein, ſagte er, mit einem ſo glühenden, verzehrenden Blick, daß Eva unwillkührlich die Augen ſenkte, und nicht wagte, ihn mehr anzuſehen.— Drei Tage mußte ich dieſer ſchönen und köſtlichen Stunden entbehren! Wiſſen Sie wohl, Eva, daß die Freundſchaft egoiſtiſch macht und kalt gegen alles Andere? Sehen Sie, als ich am Sarge meiner Schweſter ſtand, meiner einzigen Schweſter, da dachte ich nur an Sie, und in meinem Herzen dankte ich Gott, daß nicht Sie ſo vor mir lagen, daß es mir nicht aufbehalten war, Ihre ſchöne Geſtalt ſo eingeklemmt und lang geſtreckt in dem engen Sarge ſehen zu müſſen; ja ich dankte Gott, daß er mir die Schweſter, nicht die Freundin genommen. Ach Eva, und es war doch meine einzige Schweſter; ich hatte mit ihr die Tage meiner Kindheit getheilt und die unſchuldigen Spiele, ſie war die Vertraute meiner jugendlichen Hoffnungen und Träume, die Tröſterin meiner jugendlichen Schmerzen geweſen; ſie war auch meine einzige Anverwandte, die Einzige auf Erden, die meinen Namen trug; ich war mit ihrem Tode ganz verwaiſt, ganz einſam, und doch klagte ich
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