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nahmsvolle und mitleidige Blicke nach Ralph werfend, der vor der Maſchine ſaß, gedankenvoll und ſtumm, und die Hände müßig im Schooße ruhend, der Arbeit ſelbſt vergeſſen hatte. Die Sonne aber ſchien ſo hell und freundlich hinein in die Werkſtatt, und als Ralxh nun daran dachte, daß ſie auch heute vor einem Jahr eben ſo freundlich und hell geſchienen, heute vor einem Jahr, als er Cva, ach ſeine nur zu heiß geliebte Eva, zum erſten Male ſah, als er dies dachte, da war es ihm, als chnüre eine fremde, ungeheure Gewalt ihm die Bruſt zuſammen, als müſſe er erſticken vor Wehmuth und Schmerz. Er ſprang haſtig auf und verließ die Werk⸗ ſtatt. Fort, fort, hinaus in's Freie drängte es ihn, an die Luft, hinaus in die Stille und den Frieden der Na⸗ tur! Er wollte einmal einſam ſein, und in der Stille den heimlichen, oft verſchwiegenen Klagen und Trauer⸗ klängen ſeiner Seele lauſchen und ſich ihnen hingeben. Ach, aber dem Einſamkeit und Stille Suchenden wird es in Berlin ſehr ſchwer zu finden, was er ſucht. Dieſe
langen Straßen, die Ralph zu durchwandern hatte, ehe
denn er zum Thor kam, dieſer Staub, der ihm den Athem benahm, dies Gewühl von Menſchen, die hinaus ſtrömten zum Thiergarten, den ſchönen Herbſttag zu ge⸗ nießen und abzuſpazieren. Endlich ſtand er am Bran⸗ denburger Thor, ganz erſchöpft ſchon, und vor ihm lag der Thiergarten, und überall in den Laubgängen wim⸗


