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geboten hatte, ſie in dem zu unterweiſen und anzuleiten, wie man ſich als vornehme Dame zu benehmen habe, wie man ſtehen, gehen, was man ſprechen und was ver⸗ ſchweigen müſſe. Zuweilen auch ſagte ſie ihr, wie eine ſchöne Dame blicken, wie ſie lächeln müſſe, um zu feſſeln und anzuziehen; dann aber erröthete Eva tief, und ſagte faſt unwillig: Sie vergeſſen, Gräfin, daß ich verheirathet bin, und daß alſo ſolche Künſte ſich nicht für mich zie⸗ men. Graäfin Jelſa aber pflegte dann mit einem feinen Lächeln zu ſagen: nous verrons!
Auch heute war ſie zur Gräfin hinüber gegangen in aller Morgenfrühe; ſie hatte nicht einmal darauf ge⸗ wartet, daß Ralph, wie er zu thun pflegte, auf ihr Zim⸗ mer gekommen war, ihr den Morgengruß zu bringen. Das Zimmer war leer; er blickte umher in demſelben mit einem wehmuthsvollen, troſtloſen Blick, dann ging er wieder hinaus und leiſe an Mutter Anna's Zimmer vorbei, denn er wagte nicht, ſich ihr jetzt zu zeigen mit ſeiner Trauer und ſeinem Schmerz. Er ging wieder hinab in die Werkſtatt, und ſetzte ſich zur Arbeit. Ach, auch dieſe vermochte ihn nicht mehr zu tröſten und auf⸗ zuheitern, auch dieſe ſprach nur zu ihm von vergangenen Freuden und abgeſtorbenen Blüthen. Einſt war es ſo heiter und fröhlich in dieſer Werkſtatt. Da tönte von oben hernieder ihr liebliches, fröhliches Singen, gleich Lerchengeſang ſo jugendvoll und friſch, da öffnete ſich


