Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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mand als Ralph. Er allein ſah, mit welcher Willens⸗ kraft und Selbſtbeherrſchung ſie lernte und ihrem Ge⸗ dächtniſſe täglich, ſtündlich neue Laſten auferlegte; er al⸗ lein fühlte, daß ſie für nichts Anderes mehr zugänglich, für nichts Anderes mehr empfänglich ſei, als für ihre Studien; er ſah aber auch, wie ihre Wangen erbleichten, das Feuer ihrer Augen matter ward, und der Frohſinn und die Unbefangenheit ihres ſonſtigen Weſens täglich mehr dahin ſchwanden. Wie oft bat er ſpät in der Nacht mit Thränen in den Augen, ſie möge ſich jetzt endlich Ruhe gönnen, endlich die Feder fortlegen, und das Buch, aus dem ſie lernte und las, ſchließen; aber ſie blieb taub gegen ſeine Bitten, und ſein Schmerz be⸗ wegte ſie nicht mehr.

Habe ich nicht geſchworen ſo zu werden, daß Nie⸗ mand über meine geringe Bildung lachen kann, ſagte ſie, habe ich nicht gelobt, nicht eher wieder unter Men⸗ ſchen zu erſcheinen, als bis ich nicht mehr fürchten darf verlacht und verſpottet zu werden? Dann wandte ſie ſich wieder ihren Büchern zu, und hörte nicht die ſchmerz⸗ vollen Seufzer des armen, traurigen Gatten.— Nach und nach zog ſie ſich gänzlich auf ihr Zimmer zurück, dort war ſie entweder mit ihren Arbeiten beſchäftigt, oder ſie ging hinüber zu der Gräfin Jelſa, zu der ſie täglich mehr Zutrauen und Liebe empfand, und die, einer un⸗ ausgeſprochenen Bitte ahnend entgegen kommend, ihr an⸗