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wunſch aufzugeben, und zu thun, was mein Vater wünſchte!
Braver Menſch, ſagte Mutter Anna herzlich, und das wird gewiß zu Eurem Beſten geweſen ſein, denn der Aeltern Segen baut den Kindern Häuſer.
Und grade Häuſer wollte mein Vater, daß ich bauen ſollte, fuhr Karl fort, und ſo ward ich denn ein Zimmermann. Da, grade als ich Geſelle werden ſollte und meine Lehrzeit überſtanden hatte, ſtarb mein Vater,
und Gott möge es mir verzeihen, daß mir mitten in
meiner Traurigkeit einſiel, ich könnte nun doch meinen Wunſch erreichen und Maler werden. Aber Gott ſtrafte mich gleich ſür dieſe Freude, die einem betrübten Sohn ſchlecht anſtand; als mein Vater kaum begraben war, kam es zum Vorſchein, daß er,— nun, mit einem Wort— 1 wir waren arme Leute, und Alles, was wir hatten, reichte nicht hin, die Gläubiger zu befriedigen. Meine Mutter wollte nicht, daß ein Makel auf dem Namen ihres Man⸗ nes ruhe, und ſo gab ſie ihr eignes kleines Vermögen hin, das grade hinreichte, um alle Schulden zu bezah⸗ len. Wir hatten nun freilich gar nichts, waren blut⸗ arm, aber es blieb uns doch ein ruhiges Bewußtſein und wir konnten jedem Menſchen ohne Erröthen grade in die Augen ſehen.
Armer, guter Karl, ſagte Ralph mitleidsvoll, was ſingſt Du nun aber an? 4


