44 daß ich nicht dieſe Moͤglichkeit bedachte und Dich davd zu ſchützen ſuchte.
Nein, rief ſie heftig, es iſt weit beſſer ſo, nun erſt habe ich das rechte Bewußtſein alles deſſen, was ich Dir verdanke und wenn es mich auch kränkt und verletzt.—
Es könnte Dich verletzen, unterbrach er ſie, daß Du mich glücklich machſt und mir erlaubſt, für Dich zu arbeiten, für Dich meine Hände zu rühren und meine Kräfte anzuſtrengen? Willſt Du mir dieſen ſchönſten Theil meines Glückes nicht gönnen? Habe ich nicht von Dir das höhere, das ſchönere Geſchenk angenommen, Dich ſelbſt, Dein junges köſtliches Leben, Deine Schönheit und Jugend, und was köſtlicher iſt als Alles, Deine Liebe? Und während ich ohne zu erröthen alle dieſe Schätze von Dir annehme, willſt Du mir nicht einmal geſtatten, meine kleinen irdiſchen Güter vor Dir nieder zu legen?
Ein wundervoller Ausdruck von Milde und Liebe war auf ſeinem Antlitz, während er ſo ſprach, und Eva, ihn anſchauend, ſagte gedankenvoll, wie zu ſich ſelber: und dieſen edlen Mann konnte ich verläugnen und vor ſeiner Güte erröthen!
Dann ſprang ſie auf und ſich heftig in ſeine Arme werfend ſagte ſie: ich will Dir Alles bekennen und Du ſollſt der Beichtvater ſein für alle meine Sünden!
Nun flüſterte ſie ihm leiſe ins Ohr, was ſie der


