Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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bedeckte die Gluth der Scham ihre Wangen. Ich habe gelogen, ſchmaͤhlich gelogen, ſagte ſie zitternd, ich habe die Wohlthaten meines Mannes verläugnet und meine Mutter verläumdet! Oh, ich werde meine Augen nicht wieder zu ihnen aufſchlagen können, ſie ſind viel beſſer, viel edler, als ich.

Thränen entſtürzten ihren Augen, ſie ließ ihr Haupt in die Kiſſen des Sopha's ſinken und weinte und ſchluchzte in ſtürmiſchem Schmerz der Demüthigung und Beſchä⸗ mung. Da öffnete ſich die Thür und Ralph trat ein. Er näherte ſich ihr leiſe und legte ſeinen Arm um ſie. Berühre mich nicht, ſagte ſie, ohne aufzublicken, ich ver⸗ diene es nicht, daß Du gut mit mir biſt, ich verdiene nicht, daß Du mich liebſt. Denn ich habe es gemacht wie Petrus und habe meinen Herrn verrathen und ver⸗ läugnet. Oh, die Schaam, die Demüthigung hatte mich? ganz betäubt. Ralph, ich habe nie daran gedacht, daß ich ſo ganz arm bin und Dir wie eine Bettlerin in Dein Haus gefolgt bin!

Sie bebte vor Schmerz und Ströme von Thränen entſtürzten ihren Augen.

Das alſo iſt es, meine arme Eva, ſagte Ralph lie⸗ bevoll, ihr Haupt an ſeine Bruſt ziehend, ſie haben Dir alſo mit ihrem Weltverſtand und ihrer klugen Berechnung Dein reines ſchönes Bewußtſein vergiftet! O ich Thor,