deſſelben in ſein Geſchäft genommen! Ja, die Männer, die Männer, ſie ſehen alle auf Geld!
Indeſſen wandelte Eva ſchweigend an Ralphs Seite dahin, ſeine Fragen und Bemerkungen nur flüchtig oder gar nicht beantwortend und immer raſcher vorwärts eilend,
um nur recht bald ihre Wohnung zu erreichen. Dort
angekommen eilte ſie auf ihr Zimmer und warf ſich er⸗ ſchöpft auf den Sopha hin. Ein Sturm von Gefühlen tobte in ihr, ihre Bruſt wogte, ihr Herz klopfte hörbar, Zorn und Schmerz kämpften in ihr und ſie ballte die Hände zuſammen, wie im krampfhaften Schmerz.
Es muß ſchrecklich ſein, Alles von ſeinem Mann annehmen zu müſſen, flüſterte ſie, ſchrecklich nichts Eige⸗ nes zu beſitzen, ſo ſagte die Frau, und ich fühlte, daß ſie Recht hatte, und Alles ſchrie und ächzte in mir: es iſt auch ſchrecklich! Oh, Jahre meines Lebens möchte ich darum geben, wenn ich nicht arm wäre, mein Blut möchte ich für Gold hingeben, nur um nicht denken zu müſſen, daß ich gar nichts beſitze, nur um die Demü⸗ thigung nicht zu empfinden, wie eine Bettlerin in das Haus meines Mannes gekommen zu ſein und Alles von ihm als Geſchenk annehmen zu müſſen! Ach, die Ar⸗ muth iſt ein großes, ſchweres Unglück, das fühle ich, das weiß ich.
Nun nahmen ihre Gedanken eine andre Richtung, ſie erinnerte ſich der Worte, die ſie geſprochen und jetzt


