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zeigen. Da lagen ganze Stöße von Leinenzeug und Tiſchgedecken, von feiner Leibwäſche und Toilettengegen⸗ ſtänden; an der Wand hingen eine Menge Kleider, Hüte und Hauben ſtanden auf dem Tiſche, Silbergeſchirr prangte daneben und das zierlichſte feinſte Küchengeſchirr. Und all' dieſen Koſtbarkeiten und Schätzen gegenüber dachte Eva mit bitterm Wehgefühl daran, daß ſie ganz arm und mittellos ihrem Manne in ſein Haus gefolgt und daß ſie nichts gehabt ihm darzubringen, nicht die kleinſte Gabe; zum erſten Male empfand ſie dies, wie eine De⸗ müthigung und ſchämte ſie ſich ihrer Armuth. Die Thrä⸗ nen, die ſich in ihre Augen drängten, als ſie dieſe reichen Schätze betrachtete, gehörten nicht dem Schmerz, ſondern dem gekränkten Stolz, und in ihrem Innern war eine heftige und ſtürmiſche Aufwallung, ſie fühlte die erſten Regungen des Ehrgeizes und ſie ſagte zu ſich ſelbſt: Nie⸗ mand, Niemand darf es wiſſen, daß ich ſo arm bin, nicht einmal eine Ausſteuer ins Haus gebracht zu haben. Und Sie, Liebe, wo haben Sie Ihre Ausſteuer ge⸗ kauft, fragte Frau Sanders, nicht wahr, Sie zeigen mir auch Alles. Es iſt gar ſo hübſch, ſo etwas zu beſehen! Während ſie ſo ſprach, verweilten ihre Blicke noch mit freudigem Ausdruck auf ihren Schätzen und ſo be⸗ merkte ſie Eva's ſchnelles Erröthen und Erbleichen nicht. Ich habe gar keine ſo große Ausſteuer, ſagte ſie dann, mein Mann zog es vor, den größten Theil mei⸗


