Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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naes Vermögens in ſein Geſchäft zu nehmen und den an⸗ dern auf Zinſen auszuthun, wir lieben beide die Ein⸗ fachheit.—

Ihr Herz klopfte hörbar in ihrer Bruſt, eine bren⸗ nende Röthe bedeckte ihre Wangen und die Worte wa⸗ xen kaum geſprochen, als ſie ſchon Reue empfand und ſich ihrer ſchämte.

Frau Sanders, die jenen Geldſtolz beſaß, der oft den Leuten mittlerer Klaſſe eigen iſt hatte unzart genug prahlen wollen vor Eva, von welcher ein Gerücht ihr geſagt, daß ſie arm ſei. Jetzt bei Eva's Worten fühlte ſie ihren Reſpect vor der jungen Frau ſich ſteigern und ſie ſagte weniger hochfahrend: da haben Sie, glaube ich, klüger gethan, als ich. Man thut tAn Ganzen immer beſſer ſein Vermögen zuſammen zu halten. Aber, wiſ⸗ ſen Sie, es freut mich ſehr, was Sie mir da ſagen. Man wollte mich glauben machen, Sie ſeien ganz arm, und ich habe Sie deshalb recht bedauert, denn es muß gar ſo ſchmerzlich und niederdrückend ſein, gar nichts Eigenes zu beſitzen und von ſeinem Manne Alles an⸗ nehmen zu müſſen. Ich kann mir nichts Schrecklicheres denken!

Ja, es iſt ſchrecklich! ſagte Eva gedankenvoll.

Aber woher mag das Gerücht Ihrer Armuth ent⸗ ſtanden ſein? fragte Frau Sanders.

Das iſt ganz einfach, ſagte Eva jetzt mit jenem