Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

27

den der Einzelnen zu geben, der ganzen Menſchheit ge⸗ weiht. Nimmer gab es eine reinere, wärmere Menſchen⸗ liebe, nimmer ein Gemüth, das gegen Alle, außer gegen ſich ſelbſt, milder, ſchonender, verzeihender geweſen. Auch hatte er eine Freundin, die ihn tröſtete in ſeiner Ein⸗ ſamkeit, ihn ſtärkte in ſeinem Alleinſtehen, und die, je⸗ mehr er ihr Liebe gab, immer mehr ihn zu ſich hin zu ziehen, ihn zu tröſten ſuchte, dieſe Freundin war die Arbeit. Sie war die treue Gefährtin ſeiner Tage, die nie verſtegende Quelle des Troſtes und Genuſſes, ihr verdankte er die köſtlichſten, die ſchönſten Freuden ſeines Lebens. Und weil er ſie alſo liebte und ſich ihr K hingab, hatte ſie es ihm gelohnt durch innern Frieden und äußern Wohlſtand. Ralph's Vater war bekannt und berühmt geweſen als geſchickter Drechslermeiſter und der Sohn hatte vom Vater ſein Handwerk erlernt und ſeine Geſchicklichkeit ererbt. Aber bald genügte dies ſei⸗ nem ſtrebenden ſchaffenden Geiſte nicht mehr, nicht Ehr⸗ geiz, nicht Sucht in der menſchlichen Geſellſchaft eine höhere Stellung einzunehmen, ſondern der reine innere Drang eines ſtrebenden Geiſtes ließ ihn bald aus dieſer Laufbahn ſich empor ſchwingen zu dem feinern und kunſt⸗ vollern Geſchäft eines Mechanikus. Mit Eifer und uner⸗ müdlichem Fleiß widmete er ſich dieſer neuen Beſchäfti⸗ gung, und bald war es ihm gelungen, auch in dieſem Zweige ſeinem Namen eine Bedeutſamkeit zu geben.