Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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ich würde nicht ſeine Frau werden wollen, weil er ſo arm ſei. Ich zeigte ihm meine Hände und legte ſie in die ſeinen, und fragte ihn: werden nicht vier geſunde Huͤnde für zwei glückliche und zufriedene Menſchen Brot ſchaffen koͤnnen? Acht Tage darauf wand ich ſein Weib, und wenn wir den ganzen Tag gearbeitet hatten, ſo wa⸗ ren doch die Abende unſer, ach und wie Vieles hatten wir uns da zu erzählen. Doch, das iſt längſt da⸗ hin, ſprechen wir nicht weiter davon. Dein Vater ſtürzte vom Gerüſt und ward mir todt in's Haus gebracht, und ich ſaß da mit zwei kleinen Kindern, troſtlos und ver⸗ zweifelnd. Was hätte ich da anfangen ſollen, ohne Ar⸗ beit? O, die Arbeit, die tröſtete mich, und weil ich im⸗

mer daran denken mußte, für Euch zu arbeiten, für meine

lebenden Kinder, konnte ich kaum an den Todten denken,

ich konnte ihn nur noch lieben in Euch, in ſeinen Kin⸗

dern, für die ich arbeitete, Tag und Nacht!

Du haſt Dein ganzes Leben für uns geopfert, ſagte Eva mit Thränen, Dir keine Freude gegönnt um unſertwillen.

Ihr wart ja meine Freude, ſagte die alte Frau einfach, was braucht denn eine Mutter mehr als ihre Kinder? Und ich dachte nur daran, Euch zu braven, ehrlichen Menſchen zu erziehen, und Euch zu lehren in Eurer Armuth glücklich zu ſein.

Du haſt mehr gethan, Mutter Anna, ſagte Ralph