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geweſen iſt, die mich aufgerichtet hat, wenn ich traurig war, die mit mir geplaudert hat, wenn ich einſam war? Nein, nein, die Arbeit iſt mein Leben und nur ſo lange ich mir mein Brod ſelber verdiene, kann ich zufrieden und glücklich ſein.
Aber was werden die Leute dazu ſagen, fragte Eva ſchüchtern, denn ſie kannte ihrer Mutter ſtrengen, ſtol⸗ zen Sinn, was werden ſie ſagen, wenn ſie hören, daß Du Dich abmüheſt und quälſt, um Dir in Deinem Al⸗ ter Dein Brot noch ſelber zu verdienen?
In meinem Alter? Ich bin nicht alt, denn ich kann noch arbeiten, meine ſiebenzig Jahre ſind mir keine Laſt und wer recht thut und nach ſeinem Gewiſſen han⸗ delt, der fragt nichts darnach, was die Leute ſagen. Von meinem ſechsten Jahre an habe ich redlich und ge⸗ treu mir meinen Unterhalt erworben und die Arbeit iſt mein größter Putz und mein einzigſter Stolz geweſen. Als ich Deinen Vater kennen lernte, Eva, da war ich ein achtzehnjähriges Mädchen, hatte nicht Vater oder Mutter und erwarb mir mein Brod durch Nähen und Stricken, denn andern Leuten dienſtbar zu ſein, war mir immer nicht möglich, und niemals habe ich als Magd unter einem fremden Dache gewohnt. Ich wollte meine Freiheit nicht aufgeben, um Sclavin zu werden. Dein Vater war ein armer Zimmergeſelle und er weinte, als er mir ſagte, daß er mich lieb habe, denn er meinte,
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