Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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Linnenhäubchen gar ehrwürdig und freundlich anzuſehen war. Ein tiefer inniger Frohſinn lag auf allen Ge⸗ ſichtern und Eva's ſchönes Antlitz leuchtete in höherem Roth der Freude und Liebe. Sie konnte ihre Blicke gar nicht abwenden von Nalph, der ihr heute noch weit liebenswerther und edler erſchien, wie jemals zuvor und ihr der ſchönſte, gelehrteſte und gewandteſte aller Män⸗ ner deuchte. In einer kleinen, unbedeutenden Provinzial⸗ ſtadt unweit Berlin lebend, hatte Ralph auf einer Be⸗ rufsreiſe dorthin ſie kennen gelernt und nach kurzer Be⸗ kanntſchaft um ſie geworben. Eva, die Tochter der ar⸗ men Mutter Anna, hatte in dem kleinen Hüttchen, das ihr alleiniges Eigenthum geweſen, einſame ſtille Tage mit ihr verlebt und wenn Ralph der erſte Mann war, der ihr ſein Herz und ſeine Hand geboten, ſo war er auch der erſte, den Eva überhaupt näher kennen gelernt und öfter geſprochen. Aber Ralph hätte auch den Ver⸗ gleich mit andern Männern ſonder Scheu beſtehen kön⸗ nen. Sein edles, ausdrucksvolles Geſicht, ſeine ſchöne hohe Geſtalt verfehlten nicht, überall Eindruck zu machen und für manche hübſche Bürgerstochter Berlins war er der Gegenſtand heimlicher Wünſche geweſen. Eine große Ruhe und Würde war ſeinem Weſen eigen und dabei 4 zeigten ſeine Züge den Arlct Nen olchen Mille N Herzensgüte, daß ſein Anblick unwillkürlich Vertrauen

und Achtung gewann. auSe va jetzt, ſeit geſtern 85

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