Teil eines Werkes 
1. Theil (1844)
Entstehung
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blühende Laube. Aber am ſchönſten war die Stelle ge⸗ ſchmückt, wohin Ralph ſein junges Weib geführt, die Stelle, an welcher der Sitz Ralphs ſich befand. Hier hatte die Liebe und Dankbarkeit ſeiner Geſellen dem jun⸗ gen Meiſter mit zarter Aufmerkſamkeit ihre Huldigung

dargebracht. Die prächtigſten Blumengewinde umrank⸗

ten den Seſſel, Kränze hingen zu beiden Seiten des hohen alterthümlichen Stuhls und auf dem Tiſche davor prangte ein mächtiger runder Kuchen mit der zuckernen Deviſe: Heil unſerm Meiſter Ralph! Und wie Ralph das Alles betrachtete mit glänzenden, freudeſtrahlenden Augen ſahen die Burſche lächelnd vor Glück und voll innerer Zufriedenheit über die gelungene Ueberraſchung zu ihrem Meiſter hin mit ſolchem Ausdruck von Liebe und Glück, daß Evas Augen ſich mit Thränen füllten und ihr Herz höher klopfte vor Freude und Stolz.

Wie ſchön Ihr das Alles geordnet und geſchmückt

habt, ſagte Ralph, und Eva meinte zu bemerken, daß

ſeine Stimme weniger feſt ſei, als ſonſt.

Wir haben es mit Freuden gethan, ſagte der äl⸗ teſte der Geſellen, vortretend und ſeinem Meiſter die Hand darreichend, die dieſer herzlich in der ſeinen drückte; wir haben es mit Freuden gethan, denn es geſchah für un⸗ ſern lieben Meiſter und Herrn. Da war Keiner von uns, dem Sie nicht wohlgethan, Keiner, der nicht ein Liedlein hätte zu ſingen gewußt von Ihrer Großmuth