hrern dies große Geheimniß nicht vorzuenthalten,
einen ſeltenen Genuß haben an dem erhabenen Werke Voltaire's, und Clairon wird ihm eine Ueberraſchung bereiten, die es nicht ahnt und ver⸗ muthet.“
„Was für eine Ueberraſchung?“ fragte der Prinz von Soubiſe.„Sagen Sie es mir, meine Schöne!“
„Wenn ich Ihre Schöne wäre, würde ich es Ihnen gewiß ſagen müſſen,“ rief Clairon achſel⸗ zuckend,„da dies aber nicht der Fall iſt, ſo müſſen Sie mir ſchon erlauben, Ihnen meine Ueberraſchung zu verſchweigen. Aber ich rathe Ihnen, meine Herren, verſäumen Sie nicht, der heutigen Vor⸗ ſtellung beizuwohnen, denn ich ſage Ihnen, dieſe Vorſtellung wird für die ganze Zukunft des Theatre francais ein Ereigniß ſein, ſie wird eine Re⸗ volution auf der Bühne hervorbringen, und nach Jahrhunderten noch wird man von der heutigen Vorſtellung als von einem großen wichtigen Mo⸗ ment in der Kunſtgeſchichte ſprechen.
Ein Gemurmel der Ueberraſchung, des Stau⸗ nens machte ſich in dem ganzen glänzenden Kreis ihrer Bewunderer hörbar. Man flüſterte und fragte hin und wieder, man zerbrach ſich den Kopf, welcher Art dies Ereigniß ſein könne, man beſchwor Clairon mit tauſend zärtlichen Worten und Phra⸗ ſen, ihren begeiſterten und enthuſiaſtiſchen Ver⸗


