nigin, zu deren großer Cour man ſich demuthsvoll und unterwürfig eingefunden.
Und zum Zeichen ihrer Huldigung legten jetzt die Cavaliere ihre wundervollen Bouquets, von
denen viele mit Schnüren von echten Perlen ſtatt
des Bandes zuſammengehalten waren, die zwiſchen den natürlichen Blumen gar oft ein Juwel, eine Roſe von funkelnden Brillanten hervorleuchten ließen, zu den Füßen ihrer Göttin nieder. Wie ein ungeheurer Kranz ſchl dieſe Blumen und dieſe Bouquets ſich zuſammen, und in der Mitte deſſel⸗ ben ſtand Clairon, die erhabenſte, die ſtolzeſte aller Blumenköniginnen.
Aber nun, da die erſte feierliche Repräſen⸗ tation vorüber war, nun geruhte Clairon von ihrer Höhe herniederzuſteigen, und ihren anbetenden Va⸗ ſallen eine gnädige und herablaſſende Herrin zu ſein. Sie hob hier und dort eines der Bouquets, das durch irgend ein blitzendes Geſchmeide ſich be⸗ ſonders auszeichnete, mit eigener hoher Hand em⸗ por und begnadigte den Geber mit einem huld⸗ vollen Lächeln, und nachdem ſie ſo den Kranz ge⸗ lüftet und den magiſchen Kreis gebrochen, trat ſie aus ihm heraus, um als Sterbliche mit den Sterb⸗ lichen zu ſprechen. 1
Aber es gab heute doch nur ein Thema, wel⸗
ches ein würdiger Gegenſtand des Geſpräches ſein konnte. Dies war das Ereigniß des heutigen Abends, die erſte Aufführung der Mexrope.


